Wettkampf: 2011 // 03.10.2011

Köln-Halbmarathon

Es gibt Läufe, die sind einfach saustark. Da freut man sich vorher, da kämpft man sich durch, lächelt stundenlang nach dem Ziel und weiß: Das war es wert. Das große Ziel für den Herbst, der Köln-Halbmarathon, ist allerdings schnell abgehakt. Die große Vorfreude blieb dieses Mal aus. Motivationsprobleme im September und ein kräftiger Infekt eine Woche vorher ließen die Erwartungen schon zurückgehen.

Vor Ort nicht das absolute Kribbeln, aber das ist okay. Toilette, Warmlaufen, Startblock. Der Nachteil an den Großveranstaltungen: Man kann nicht kurz vor dem Start in die vorderen Reihen schlüpfen. Einige Sekunden nach dem Startschuss geht es auch für mich über die Matte. Die Marschtabelle am Arm und der erste Kilometer über die Deutzer Brücker sogar langsamer als gewollt. 4:00 geplant, 4:04 laut GPS, 4:17 laut Markierung. Danach wird Fahrt aufgenommen und der Plan verfolgt.

Soweit läuft es ganz gut. Die nächsten Kilometer verfliegen recht schnell. Einigermaßen locker im Plan, in der Summe nur leicht zurück. Doch irgendetwas muss ja kommen. Der Magen meckert und möchte etwas loswerden - der zweite Toilettengang vor dem Start fehlte. Ab Kilometer 8 wird überlegt und gekämpft. Pause auf dem Dixi-Klo? 2 Minuten opfern, um im Anschluss weiterlaufen zu können? Die 1:20 wäre weg. So versuche ich ohne den Stopp durchzukommen, ohne vor jedem Dixi-Klo erneut zu überlegen, doch weiter zu laufen und wenige Meter danach mich über die Entscheidung zu ärgern. Bis Kilometer 16 geht es so weiter. Kein Blick für die Strecke, die Mitläufer oder das Tempo, das inzwischen gute 2 Minuten hinter dem Plan ist. Dann der Abschied aufs Klo und das Ding ist gelaufen.

Köln-Halbmarathon
Bei km19 am Dom - lustlos unterwegs
Die letzten Kilometer bringe ich im Anschluss zu Ende, mehr um zurück zum Start- und Zielbereich zu kommen als das Laufens wegen. Kein Zielspurt, kein Lächeln bei der Medaillenübergabe. Der Lauf ist abgehakt. Keine 1:20 dieses Jahr - stattdessen den restlichen Oktober Beine hoch. War nichts. Lieber Halbmarathon, wir sehen uns vielleicht 2013.

Köln-Halbmarathon Zwischenzeiten


Zum Glück blieb im Anschluss das Anfeuern beim Marathon. Was alleine die vier Debütanten, Eva, Sina, Sven und Sebastian da abgeliefert haben, mit einem strahlenden Lächeln und großem Kämpferherz - zumindest dafür hat sich das Wochenende gelohnt.

Nach 12 Kilometern bestens gelaunt: Eva mit Martin als Hasen Ich habs geschafft!, schreit mir Sina bei Kilometer 41 entgegen. Sven bei Kilometer 41: Mehr als gut gelaunt. Sebastian bei seinem ersten Marathon: Völlig entspannt


Die Berichte der anderen: (soweit fertig)
Eva, Sina, Sven, José, Eddy, Martin, Laufmonster

Statistik
Köln-Halbmarathon
Platzierungen: 45. von 922 (AK), 190. von 10017 (Gesamt)
Besten Läufe über 21,1 km
17.08.2014 1. Lußhardtlauf 1:14:01 (3:30)
09.04.2016 2. Rhein-Volkslauf 1:15:34 (3:35) -1:33
23.03.2014 3. TSG Halbmarathon 1:15:36 (3:35) -1:35
31.05.2014 4. SAP Arena Marathon 1:15:38 (3:35) -1:37
13.10.2012 5. Göteborg Halvmarathon 1:16:14 (3:37) -2:13
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02.10.2011 17. Köln-Halbmarathon 1:27:35 (4:09) -13:34