» Testbericht: Camelbak Fairfax Trinkrucksack

„Trinkrucksack für lange und warme Läufe”

Laufhannes
Camelbak Fairfax

Gerade im jetzt zu Ende gehenden Sommer haben Läufer vor allem bei den Langen Läufen ein Problem: die Hitze. Der Sommer führt zu einem stärkeren Energiebedarf und besonders hohem Wasserverlust durch den Schweiß, der durch Trinken ausgeglichen werden muss. Für die Wasserversorgung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Man kann einen Brunnen suchen, sich Flaschen auf der Strecke deponieren, unterwegs etwas kaufen, einen Trinkgurt mitführen oder einen Trinkrucksack nutzen, wie zum Beispiel den Camelbak Fairfax - meine neuste Errungenschaft.

Warum ein Trinkrucksack?

Mit kritischen Blicken mögen manche Läufer fragen, ob das wirklich nötig ist, ein Trinkrucksack. Gleich vorweg: Nötig ist er sicherlich nicht. Man kann sich auch anders mit Wasser versorgen, keine Frage. Aber ebenso wie der Forerunner 305 ist ein Trinkrucksack ein nicht ganz preiswertes aber durchaus nützliches Accessoire, zumal bei den meisten Trinkrucksäcken noch weitere Fächer zum Transport von beispielsweise Schlüssel, PowerGels und anderen Kleinigkeiten vorhanden sind.

Typ: Trinkrucksack
Gewicht: 450 g
Volumen: 2,25 l
Trinksystem: 1,5 l
Fächer: Zwei RV-Fächer

Der Rucksack

Der Camelbak Fairfax ist mehr als nur ein einfacher Trinkbehälter. Während beim Trinkgurt höchstens noch der Haustürschlüssel Platz findet, hat der Trinkrucksack zwei weitere Fächer, die einiges an Platz bieten. Ganz unten am Rucksackbefindet sich ein etwa faustgroßes Fach, in dem man wunderbar Traubenzucker, PowerGels oder Energieriegel verstauen kann, da man an das Fach auch während des Laufens kommt. Dadrüber befindet sich an der Außenseite ein größeres wenn auch flacheres Fach mit zwei kleinen Innennetzen und einer Art Anhänger für den Schlüssel. Insgesamt bietet der Rucksack also viel Platz für die wichtigsten Utensilien, die man mitunter beim Laufen dabei haben muss.

Trinkrucksack Camelbak Fairfax
Die Extra-Fächer des Trinkrucksacks für alle Kleinigkeiten

 

Das Trinken

Bevor der Trinkrucksuck als so einer genutzt werden kann, muss er natürlich mit Wasser befüllt werden. An der Rückenseite lässt sich das Innenfach durch den Klettverschluss einfach öffnen, nur den Trinkbeutel beziehungsweise den Deckel herauszuholen, bedarf etwas mehr Übung. Wenn man den Trinkrucksack dann in dem für ihn eher zu kleinen Waschbecken befüllt hat, empfiehlt es sich noch, die restliche Luft abzusaugen, während man den Rucksack über Kopf hält, um nervende Glucker-Geräusche beim Laufen zu verhindern.

Trinkrucksack Camelbak Fairfax
Der Trinkrucksack beim Läufer

Anschließend ist man endlich fertig und kann den kleinen, handlichen Rucksack aufsetzen. Wie der Rucksack sitzen soll, muss jeder für sich selbst herausfinden, sodass es durchaus den ersten Lauf dauern kann, bis man die Gurte richtig festgezogen hat. Wenn man dann unterwegs ist und alles fest sitzt, kann man sich endlich mit Wasser versorgen. Dazu kommt aus dem einen Schultergurt der Wasserschlauch mit dem Mundventil, auf das man leicht beißen muss, um trinken zu können. Das funktioniert wunderbar und lässt sich auch beim Laufen leicht bewerkstelligen. Anhalten oder langsamer werden ist dementsprechend nicht nötig. Mein einziges Problem war, dass der Schlauch immer weiter aus dem Fach herausgerutscht ist, sodass das Ventil wild vor mir wackelte. Daher habe ich den Gurt nun am Schultergurt mit Tape befestigt. Seitdem ist auch das kein Problem mehr.

Fazit

Festhalten lässt sich, dass der Trinkrucksack für die Wasserversorgung beim Laufen eine gute Möglichkeit bietet. Einmal eingestellt und dann jedes Mal etwas umständlich befüllt, erfüllt der Trinkrucksack beim Laufen seine Pflicht in bester Manier. Trotz der vielen Bewegung wackelt nichts, sodass der Rucksack einen beim Laufen nicht behindert, wie es beispielsweise beim Trinkgurt der Fall ist, der stärker wackelt und teilweise auch runterrutscht. Das Fassungsvermögen von 1,5 Litern ist ebenfalls ein klares Plus gegenüber dem Trinkgurt. Wer also oft und lange unterwegs ist, zum Trinken nicht anhalten möchte und keine Laufbegleiter hat, findet mit dem Trinkrucksack eine gute Möglichkeit zur Wasserversorgung.

Der Rucksack wurde mir von bergfreunde.de kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Inhalte des Testberichts wurden - von den Links abgesehen - nicht beeinflusst.

22 Kommentare

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antworten #1 Bernd 31.08.2009, 18 Uhr
Bernd
Es ist einfach interessant was es alles so an Laufutensilien gibt. Da lese ich gerne solche Testberichte, auch wenn ich solche Teile selber wohl nie brauchen werde.
antworten #2 Xooyoo 31.08.2009, 19 Uhr
Xooyoo
Also vom Radfahren her bin ich trinkrucksäcke gewöhnt, allerdings dann mit bis zu 3l Fassungsvermögen. Wie ist die denn die Blase im Rucksack befestigt, weil beim Joggen würden meine Innenteile meiner Bikerucksäcke sicherliche lustig durch die Gegend hupfen...
antworten #3 Gerd 31.08.2009, 19 Uhr
Gerd
Ich hoffe Du bist mit deinem Trinkrucksack so zufrieden, wie ich es seit gut einem Jahr bin. Im Sommer möchte ich Ihn bei den langen Läufen nicht mehr missen.
Man sollte jedoch erwähnen, dass er nicht für alle Läufer geeignet ist. Manche kommen überhaupt nicht damit zurecht!
antworten #4 Hans 31.08.2009, 20 Uhr
Hans
Vor zwei Jahren habe ich ein solches "Gerät" auf die Zugspitze geschleift. Aus Angst dass die Verpflegung nicht aussreichend ist, und für ein bisschen Notausrüstung.
Freunde sind wir aber nicht geworden, ich besutze ihn nur noch zum radfahren.
antworten #5 Hendrik 31.08.2009, 20 Uhr
Hendrik
Mmh, ich weiß ja nicht... so ein Ding schaffe ich mir erst an, falls ich mal den Marathon des Sables laufe ;-)
antworten #6 Kai Grotjohann 31.08.2009, 20 Uhr
Kai Grotjohann
Ich dachte schon du bist eingeschult worden :-P Nee, mal im Ernst. Für mich kommt so ein Ding nicht in Frage. Lohnt sich doch erst ab einer Distanz von 20/30km und sieht ziemlich lächerlich aus wie ich finde. Wie so'n kleiner Frauenrucksack, keine Ahnung ob du die kennst :-) Hoffe du kannst ihn oft einsetzen!
antworten #7 Pienznaeschen 31.08.2009, 22 Uhr
Pienznaeschen
Vielen Dank fuer Deinen Testbericht mit selbstlosem Bebilderungseinsatz ;)
Rein von der Vorstellung faellt es mir schwer zu glauben das da nichts wackelt ofer stoert etc. ... aber scheinbar nicht;) Dann wuensche ich Euch beiden viele gemeinsame schoene Laeufe!
antworten #8 unimatrix_zero 01.09.2009, 07 Uhr
unimatrix_zero
Stimme dir zu das ein Trinkrucksack besser ist als Flasche in der Hand oder in nem Gurt zu schleppen. Benutze ein Trinksystem beim Bergsteigen. Da ist es bequem nie den Rucksack abnehmen zu müssen, nur den Schlauch in den Mund. Draufbeissen und fertig!
Bei meinen Langen läufen nutze ich einen Gurt mit bis zu zwei Flaschen, je nach Tempo und Länge der Strecke, bin aber jedes mal froh wenn ich das Ding abnehmen und richtig durchartmen kann.
Das geschabber ist einfach nervig
antworten #9 bo58 01.09.2009, 07 Uhr
bo58
Bestimmt ein praktisches Ding, ich würde mich aber wohl etwas eingeengt fühlen. Ich bin froh, dass ich auch meine langen Läufe normalerweise ohne Tankstopp durchlaufen kann.
antworten #10 Marco 01.09.2009, 08 Uhr
Marco
Ich selbst laufe mit dem SlipStream von CamelBak. Vielmehr als PowerGels und Schlüssel kriegt man da aber nicht rein. Ansonsten ist er aber für die langen Läufe auch super brauchbar.
antworten #11 Ursula 01.09.2009, 08 Uhr
Ursula
Für dieses Jahr sicher nicht mehr nötig, denn es kühlt ja doch schon ganz schön ab, aber der nächste Sommer kommt ja bestimmt und da lohnt sich die Anschaffung sicher. Danke für den Bericht.
antworten #12 Daniel 01.09.2009, 09 Uhr
Daniel
Ich bin erst am letzten Wochenende wieder mit Trinkrucksack gelaufen. Sinnvoll ist das schon, aber irgendwie stört mich das Ding dann doch. Ohne macht das Laufen mehr Spaß.
antworten #13 Michi 01.09.2009, 16 Uhr
Michi
Ich find Deinen Testbericht klasse und überlege auch schon eine zeitlang mir einen zuzulegen. Bisher hatte ich einen Trinkgürtel mit zwei Flaschen und die wackeln wirklich schlimm. Dazu kommt noch das die Flaschen nicht ganz dicht sind.
Vielen Dank hierfür, Du machst mir meine Kaufentscheidung leichter.
antworten #14 matbs 01.09.2009, 22 Uhr
matbs
Mag isch net.
Kann isch net mit laafe.
Is´ nix fer misch...
:D

Aber ich hab´s ja meist auch nicht so eilig, dass ich nicht mal zwischendurch anhalten könnte, das wird der Knackpunkt sein. ;)
antworten #15 Hannes 01.09.2009, 23 Uhr
Hannes
@Bernd:
Schön, dass du sie trotzdem gerne liest.

@Xooyoo:
Der Rucksack ist so eng, dass im Rucksack selbst gar nichts mehr wackeln kann.

@Gerd:
Nun gut, inwiefern andere damit zurechtkommen, davon weiß ich nichts ;) Aber ich bin bisher sehr zufrieden, wobei ich ihn auch noch nicht soo sinnvoll testen konnte.

@Hans:
Eigentlich wird man bei den richtig großen Veranstaltungen ja auch immer gut genug versorgt.

@Hendrik:
Da reichen dir die 1,5 Liter aber nicht lange. Habe erst am Samstag eine Dokumentation über den Marathon gesehen ;)

@Kai Grotjohann:
Die Distanz ist egal. Auf die Dauer kommt es drauf an. Bei 1km/h genügen schon zwei Kilometer ;P

@Pienznaeschen:
Das kommt natürlich darauf an, wie fest man die Gurte zieht.

@unimatrix_zero:
Und ich konnte sogar ein Fernglas dran befestigen.

@bo58:
Das ist natürlich auch gut, im Sommer aber vielleicht gefährlich.

@Marco:
Viel mehr braucht man ja auch nicht ;)

@Ursula:
Bei den 30igern im Winter tut der warme Tee gut :D

@Daniel:
Sicher: Immer muss das nicht sein.

@Michi:
Dann viel Spaß damit ;)

@matbs:
Absolut, sonst wäre es schon längst deins *grübel*
antworten #16 Chris 01.09.2009, 23 Uhr
Chris
Was mich an Trinkrucksäcken stört, ist das Rumkauen auf dem Nuckelaufsatz und das Rumwackeln desselben, der deswegen unter dem Schultergurt eingeklemmt wir. Aber alles besser, als eine Flasche 3 Stunden durch die Gegend zu schlörren.
antworten #17 Aaron 18.09.2009, 22 Uhr
Aaron
Habe deinen Bericht soeben gelesen. Per Zufall bin ich auf der Suche nach einem Trinksack...... - weiss nun auch schon welcher es sein wird.
sportlicher Gruss
antworten #18 Hannes 19.09.2009, 18 Uhr
Hannes
@Chris:
Da hast du recht - optimal ist das Trinken damit nicht. Aber eine Flasche in der Hand ist ebenfalls eine schlechte Wahl - beziehungsweise eine schlechtere.

@Aaron:
Es freut mich, dass ich dich mit dem Bericht überzeugen konnte. Viel Spaß damit!
antworten #19 Norman 29.05.2011, 08 Uhr
Norman
Sehe ich das richtig?
Der Rucksack hat keinen Brustgurt? Oder hast du nur keinen um?
Ohne schlabbert der Rucksack doch nur so rum?
antworten #20 Laufhannes 29.05.2011, 10 Uhr
Laufhannes
@Norman:
Da ist doch ein kleiner Quer-Gurt?
antworten #21 Norman 05.06.2011, 10 Uhr
Norman
@Hannes
Ja an der Brust, ich meine noch einen an der Hüfte.
antworten #22 Laufhannes 08.06.2011, 07 Uhr
Laufhannes
@Norman:
Nein, an der Hüfte ist keiner. Der Rucksack ist aber so klein, dass er bei mir nicht sonderlich wackelt.
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