Laufblog: Aktionen // 20.05.2009

Charity Staffel Teil 1

Beweg Dich, damit Du etwas bewegst! - Unter diesem Motto steht die Charity Staffel, die heute Morgen in Kiel, Berlin, München, Stuttgart, Freiburg und Aachen gestartet ist. Ein Motto, dem man folgen sollte.

Um 7:45 Uhr startete ich auf dem Fahrrad: Lockere 13 Kilometer, um warm zu werden und am Ort des Geschehens zu sein. Für 9:00 Uhr war der Start zwar erst geplant, jedoch wurden wir für die letzten Instruktionen bereits für 8:30 Uhr auf den Rathausplatz gebeten. Die Stadt ist erwacht und die Leute begeben sich widerwillig zur Arbeit. Vornehmlich Studenten begegnen mir auf dem Fahrrad. So auch auf dem Rathausplatz, wo kurz nach mir Lothar eintrudelt. Lothar - der Name stand nicht in der mir bekannten Liste für den Start in Kiel. Schnell wurde ich aufgeklärt: Er vertrat seinen Mitbewohner, der doch keine Zeit hatte. - Fehlten also nur noch Linda und Pascal von der Liste. Es war aber niemand zu sehen. - Er und sein Mitbewohner studieren Meeresbiologie in Kiel. Experimente in Eckernförde sind nun etwas verspätet dran, die klappen ohnehin nie. - Es ist 8:45 Uhr und wir stehen noch immer alleine dort. Nur eine Schulgruppe wartet darauf, das Opernhaus zu besuchen. - Die Verspätungen können sich bei weiteren Ausführungen in den nächsten Jahren ja noch bessern. Mit der Zeit kommt die Erfahrung. Für Lothar ergibt sich allerdings im nächsten Jahr das gleiche Zeitproblem wie für seinen Mitbewohner jetzt. - Es ist kurz vor 9. Aus der Ferne sehen wir zwei Gestalten mit Charity-Staffel-T-Shirts.

Die halbe Stunde hätten wir uns also sparen können. Die beiden jungen Studenten kommen aus Oberbayern. Was soll man machen, wenn die Organisatoren aus dem Norden gerade nicht da sind. - Viel gibt es ohnehin nicht mehr zu klären. GPS-Gerät an den Lenker, Staffelstab und los. Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Die kleine oder die große Befestigung für den Lenker? Lothar meint, da müsse wohl die große her. Hm, ne, die kleine genügt. - ... - Hm, doch die große.. Zur Befestigung fehlt aber noch ein Teil. Wo ist das nur? Ach ja, das liegt im Auto. Und das steht am Exer. 500m. So, nun kann es los gehen. Stop! Was war mit dem Staffelstab? Sollte es da nicht noch einen geben? Stimmt. Nachdem der nun am Rahmen befestigt wurde, können wir starten. Offizieller Start: 9:00 Uhr 9:20 Uhr. Startpunkt: Rathausplatz Exerzierplatz. Radfahrer: Hannes, Michael Lothar, Linda, Pascal.

Zunächst müssen wir noch einige Kilometer durch Kiel fahren. Hier bringt das Radfahren nicht besonders viel Spaß. Andere Radfahrer, Fußgänger, Autos, Ampeln. Ich weiß schon, warum Hamburg als Studienort bei mir diesbezüglich ein klares Minus erhält. Die ersten drei Kilometer sind ätzend. Wir freuen uns schon darauf, die Stadt bald zu verlassen. Wirklich schöner wird es danach allerdings auch nicht. Der Fahrradweg beschränkt sich meist auf einen schmalen, sehr unebenen Weg. Mindestens viermal sehen wir ein Schild Achtung! Radwegschäden! Die erste Etappe absolvieren wir schließlich in 14 Minuten. Sechs Minuten haben wir damit bereits wieder gut gemacht. Bei einem von den Organisatoren prognostizierten 15er-Schnitt kein Wunder.

Danach läuft es etwas flüssiger, auch wenn der Gegenwind nervt. Noch mehr nervt allerdings die Strecke. Hamburger Chaussee / Kieler Straße. Es geht geradeaus. Auf der Straße rauschen die Autos an einem vorbei. Abgase. Lärm. Einen Vorteil hat es: Wir müssen auf den gesamten 25 Kilometern kein einziges Mal abbiegen. Dafür bekommen wir auch nichts zu sehen. Zwischendurch warten die Begleiter zweimal auf uns und schießen ein Foto. Wir fahren unterdessen weiter. Nach etwas mehr als einer Stunde haben wir Einfeld erreicht. Meine fünf Etappen sind vorbei. Wir halten kurz an und verabschieden uns. Lothar wird noch drei weitere Etappen fahren, welche bei mir dem Weg von Heikendorf nach Kiel bzw. umgekehrt entsprechen. Wir verabschieden uns. Für mich startet dann der zweite Teil der Charity Staffel.

Mit Lothar war es nett. Wir sind Fahrrad gefahren. Es war für einen guten Zweck. Mehr nicht. Lars hatte es da schon deutlich schöner.