Keine Spure von Vorbereitung
Einziger Haken: Meine Vorbereitung. In der Nacht zum Sonntag suche ich verzweifelt die Laufsachen aus dem Regal und stelle erleichtert fest, dass alles sauber ist. Zu lange war der Hockenheimringlauf im Kopf wie im Training nur Nebensache. Dementsprechend verhalten stehe ich bei frischen Temperaturen am Start: Eine neue Bestzeit wäre schön, aber ein allgemein "gutes" Rennen wird mich zufrieden stellen.
Auf den ersten 500 Metern sprinten die kleinen Kinder davon, bis ich schließlich einsam hinter der zehnköpfigen Führungsgruppe über den Asphalt dackel. Ein Rennen mit Gesamtplatz-Ambitionen, das hatte ich erwartet. Um wirklich vorne mitzumischen, fehlt aber der Mut. Stattdessen der ständige Blick auf die Uhr, etwas entfernt vom gewünschten 3:30er-Tempo. Keine Panik, langsam starten ist richtig.
Es geht nicht besser ...

Schnapp ihn dir!
Wir biegen auf die Schlussgerade. Langsam geht er an mir vorbei, doch vor uns ist noch ein weiterer Läufer in Reichweite. Endspurt. Wenigstens den packe ich und rette den 10. Platz. Wenigstens das, wobei ich am Ende mit 17:56 "nur" neun Sekunden hinter der Bestzeit lande. Gar nicht so schlecht.
Zufriedenstellend?
Nach dem Lauf steht die große Frage nach der Zufriedenheit im Raum. Kurze, knappe Antwort: Zufrieden. Mehr nicht. Vor allem im Vergleich mit den zuletzt überragenden Läufen hat mich dieser Hockenheimringlauf nicht vom Hocker gehauen. Weder von der Atmosphäre noch von der Zeit. Zufrieden sein kann man damit aber allemal. Die Form kann man schließlich nicht ewig halten und irgendwann ist Winterpause. Von daher ist für mich die Saison trotz der drei ausstehenden Wettkämpfe prinzipiell für mich beendet. Die weiteren Läufe finden aus dem Training heraus und ohne spezielle Vorbereitung statt. Im nächsten Jahr warten große Ziele - erst dann gilt es wieder.

Platz für Gedanken über den Lauf - © Christian Brenner
Mehr als zufriedenstellend war aber der anschließende Auftritt von Christian. Während er etwas nervös war, war ich trotz harter Waden so entspannt wie lange nicht mehr. Gemächlich machten wir uns auf den Weg, ich kontrollierte die Zeit und versuchte schlaubergerisch daher zu kommen. So gut wie er von Anfang an aussah, ignorierte ich aber unseren zu schnellen Start und quälte Christian stattdessen auf den letzten Kilometern, damit die Bestzeit mehr als deutlich fallen konnte.
So gut wie Christian die ersten sechs Kilometer aussah, sah Chris auch am Ende seines Laufes noch aus. Unsere Anfeuerung führte immerhin zu einem 10 Meter langen Tribünenschritt, bevor auch er zufrieden sein Ziel erreichte. Ein guter Tag. Ganz sicher.
Statistik:
| Hockenheimringlauf | ||||
| Ort/Datum: | Hockenheim, 01.11.2010 | Distanz: | 5 km | |
| Startnummer: | #1537 | Zeit: | 17:56 | |
| Platzierungen: | 10. von 371 (Gesamt) | |||
| Veranstalter: | http://www.asgtria-hockenheim.de/ | |||
| Ergebnisse: | http://www.laufinfo.de/Laufen/ergebnis/2010/hoc... | |||
| Besten Läufe über 5 km | ||||
| 04.03.2012 | 1. Auwaldlauf | 16:32 (3:18) | ![]() |
|
| 10.06.2011 | 2. Deichlauf | 17:09 (3:26) | -0:37 | |
| 04.06.2011 | 3. Läuferzehnkampf | 17:09,11 (3:26) | -0:37 | |
| 06.08.2010 | 4. Bahnvolkslauf Neuwied | 17:47 (3:33) | -1:15 | |
| 01.11.2010 | 5. Hockenheimringlauf | 17:56 (3:35) | -1:24 | |
Siehe auch
- Christian: Bericht Neue Bestzeit!
- Chris: Bericht Strohfeuer oder Wendepunkt?
- Florian: Bericht Auf Schumis Spuren
- Bericht auf laufreport.de

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