Aber ich laufe einfach. Immer weiter laufen. Maximal 15 Läufer mögen es vor mir sein, neun davon im Blickfeld - und so bleibt es. Der Rhythmus ist da, auch wenn die Kilometerzeiten etwas anderes vermuten lassen. Ich laufe einfach weiter, immer weiter, denke nach, fühle mich wohl. Es ist irgendwie noch nicht das übliche Wettkampfgefühl, aber es fühlt sich richtig gut an. Immer wieder geht es etwas hinauf und hinab. Nur sehr wenige Zuschauer befinden sich an der schönen Strecke, bei diesen bedanke ich mich jeweils herzlich für die Unterstützung. Zweimal reicht die Jugendfeuerwehr Wasser, bei Sonne und 20 Grad nehme ich das gerne an, auch wenn es nur ein winziger Schluck wird, der genügt, um den Rachen zu befeuchten.
Die zu laufenden Kilometer werden weniger, die Oberschenkel müder und die Strecke anstrengender. Zunächst geht es nur langsam bergauf und obwohl ich das Tempo nicht wirklich verschärfen kann, werden zwei, drei Läufer noch eingesammelt. Gut einen Kilometer laufe ich mit einem Triathleten aus Kärnten, bevor ich mich von ihm absetze. Der letzte Kilometer, nun wird es steil, der Schlussanstieg naht. Es geht in den Wald hinein. Zuvor hatte ich noch immer die führende Frau (und im Ziel mit sieben Minuten Vorsprung deutliche Siegerin) Elvira etwa 200 Meter vor mir im Blickfeld gehabt. Dann folgt der letzte Schlussanstieg, keine 300 Meter mehr ins Ziel. Die einzige wirklich harte Steigung, ich höre die Menschen, Sanitäter stehen bereit - und da kämpft sie sich hoch. Mit den Händen auf den Knien kommt sie nur schwer voran. Zeit für die letzte Power, ich gebe alles. Der Anstieg ist hart, Tempo kann man das nicht nennen, aber im Vergleich zu ihr fliege ich. Dann noch die letzten Meter auf dem Plateau, mein Herz pumpt wie wild, Puls mit 205 absolut am Limit - Ziel!
Ziellinie. Geschafft. Comeback. Ein geiles Gefühl.
Langsam gehe ich mit Beinen wie nach einem Marathon durch den Zielbereich, erhole mich langsam und hole mir Verpflegung. Es dauert etwas, bis ich alles zusammen habe und mich in den Bus-Shuttle zur Dusche setzen kann. Die Beine sind schwer, ich komme die drei Treppenstufen kaum runter, aber das Strahlen im Gesicht bleibt. Anschließend ein Blick in die offizielle Liste, 48:35 (4:28/km) für die 10,87 Kilometer mit 180 Höhenmetern. 11. Platz in der Gesamtwertung, 15 Sekunden am Ende noch vor der Siegerin und 2. Platz in der Altersklasse. Die zwei Minuten Rückstand auf den Altersklassensieger Ronny-Nico habe ich ihm natürlich nur gegönnt, damit er bei der Siegerehrung gemeinsam mit seiner (von mir überholten) Frau Elvira auf dem 1. Platz steht.

Kilometerzeiten und Höhenprofil vom Bungsberglauf
Gerade entdeckt: Elvira und Ronny-Nico haben einige Eindrücke der Strecke auch in einem Video zusammengefasst.
| Bungsberglauf | ||||
| Ort/Datum: | Schönwalde, 26.09.2009 | Distanz: | 10,8 km | |
| Startnummer: | #116 | Zeit: | 48:35 ![]() |
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| Platzierungen: | 2. von 7 (AK), 11. von 131 (Gesamt) | |||
| Veranstalter: | http://www.zvo.com/content/holding/bungsberglau... | |||
| Ergebnisse: | http://www.speedy-laufanmeldung.de/Ergebnis16-2... | |||
| Besten Läufe über 10,8 km | ||||
| 26.09.2009 | 1. Bungsberglauf | 48:35 (4:28) | ![]() |
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| 03.05.2008 | 2. Raps-Blüten-Lauf | 50:06 (4:38) | -1:31 | |
Siehe auch

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