Vorbereitung zum StrongmanRun

„Meine Meinung: Ich bin auch so hart genug!”

Nachdem bereits einige Blogger in den letzten Jahren beim StrongmanRun ihre Erfahrungen sammeln durften, ist es für mich dieses Jahr an der Zeit. Am 17. April geht es etwa 18 Kilometer mit 2x14 Hindernissen über den Nürburgring.

Ein neuer Ort, der eventuell die Platzprobleme aus den letzten Jahren beseitigt. Die ersten Hindernisse für 2011 stehen dabei bereits fest.

StrongmanRun
Der Fisherman's Friend StrongmanRun 2011 wartet auf mich


Für mich wird es der erste Hindernislauf dieser Art sein. Das bisherige Cross-Training beschränkt sich auf Dünen und Strand auf Langeoog in 2009/2010 und den Pfälzerwald hier vor Ort - mehr nicht. Doch wenn so ein Event ansteht, erwartet man selbstverständlich eine entsprechende Vorbereitung, oder nicht?

Wer jetzt wagemutige Experimente, Sprünge in den eisigen Bach, Krabbeleinheiten im Geäst und Klettereien über riesige Mauern erwartet, wird von mir enttäuscht. Eine solche Vorbereitung findet nicht statt. Hauptsächlicher Grund dafür ist, dass mir aufgrund meiner Wettkampfplanung und des damit zusammenhängenden Trainingsplans gar keine Zeit für ein besonderes Training bleibt. Doch ich kann auch provokativ sein:
"Ich hab das Training gar nicht nötig!"

Was übertrieben klingt, ist meine wahre Meinung dazu: Entweder man ist hart genug oder nicht. Zum Überstehen des StrongmanRun gehört in meinen Augen vor allem eine grundlegende Fitness, mit der ich nicht die Ausdauer sondern die Kraft im Oberkörper meine, die aber ein jeder ambitionierter Läufer haben sollte. Dazu gehört noch die nötige Abhärtung, um auch in das kalte Wasser zu springen und sich von den Härtetests nicht verunsichern zu lassen - ganz zu schweigen vom Spaß, endlich mal wieder wie ein kleines Kind im Schlamm zu spielen. Und da bleibe ich dabei: Entweder man ist abgehärtet genug oder nicht, innerhalb von zwei Monaten lässt sich da nichts mehr biegen.

Dementsprechend bleibe ich ruhig, ziehe brav mein übliches Programm durch und erwarte den StrongmanRun mit einem entspannten Lächeln im Gesicht.

13 Kommentare

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antworten #1 Chris 10.02.2011, 20 Uhr
Chris
Deine Meinung sei dir gegönnt. Wirklichen Sinn hat ein zielgerichtetes Training im Vorfeld wirklich nicht, jedenfalls keinen, der dem Lauf dem selber dient. Es geht mehr um die Beschäftigung mit dem Lauf und die Vorfreude auf die Hindernisse. Fängt man bereits zwei Monate zuvor mit laufspezifischer Vorbereitung an, beginnt das Event sofort. Mir hat es einen Höllenspaß bereitet, mitten durch Pfützen und Dreck zu laufen, mehrere 100 Meter durch die Alb zu laufen. Sehe ich auf Autobahnfahrten Shelter von Flughäfen (Lahr, Baden Baden), oder riesige Areale mit Hügeln und Geröll (IKEA Mannheim) bekomme ich sofort feuchte Socken und möchte dort hoch-und-runter laufen. Für mich persönlich beginnt der Lauf mit der Vorfreude, das Ende der rückwirkenden Nachfreude ist noch nicht erreicht, auch wenn ich dieses Jahr nicht teilnehme. Die Vorbereitung, gerade in der Gruppe, ist ein wichtiger Teil des Strongman-Gefühls. Unter den ersten 250 will ich dich aber trotzdem so oder so sehen, also hau rein!
antworten #2 Steffen 11.02.2011, 08 Uhr
Steffen
Recht hast du, auch wir haben uns letztes Jahr nicht besonders darauf vorbereitet, sind dort auch keinen Zeiten hinterher gerannt, sondern waren nur darauf bedacht, mit viel Spaß und vor allem aber verletzungsfrei da durch zu kommen.

Und mal im Ernst, du bist so fit, gerade durch den Pfälzerwald, kannst also ruhig provokant argumentieren!!!

LG
Steffen
antworten #3 Mark 11.02.2011, 14 Uhr
Mark
Wirkt überheblich und unsympathisch...
antworten #4 Brennr.de 11.02.2011, 15 Uhr
Brennr.de
Ich stimme Dir zu, dass es für den StrongmanRun keiner speziellen Vorbereitung bedarf. Zwar kann es durchaus von Vorteil sein, wenn man Bergläufe ins Training einbaut (die Bunker hatten es nämlich echt in sich), aber zwingend notwendig ist das nicht. Ganz wichtig sind meiner Meinung nach die Grundlagen- und Kraftausdauer. Es sind 18km zu bewältigen, wobei die Distanz auch spontan variieren kann (letztes Jahr waren es 23,5km). Doch diese 18km fühlen sich aufgrund der Hindernisse und Bedingungen wie 30-35km an. Zumindest empfand ich das so. Da Du derzeit nur Wettkämpfe bis 10km anvisierst, weiß ich nicht, ob das ausreichen wird. Ich kenne Deinen aktuellen Trainingsplan nicht, aber wenn da keine langen Läufe dabei sind, dann wird der StrongmanRun eventuell hart für Dich werden. Dass Du den Lauf als Spaßlauf betrachtest und deswegen keinen speziellen Trainingsplan erstellen möchtest, weil Du andere Ziele vor Augen hast, kann ich verstehen. Ich hoffe, Dir wird die Kraft für die 18km reichen. Ehrgeizig und willensstark bist Du ja.

PS: Durch eiskaltes Wasser zu laufen und zu schwimmen, war für mich die größte Herausforderung; sowohl physisch, als auch psychisch. Da trennte sich 2009 die Spreu vom Weizen.
antworten #5 Andreas 12.02.2011, 15 Uhr
Andreas
Jetzt du also auch... So langsam bekommt man das Gefühl, man muss auf jeden Fall einmal beim Strongman gelaufen sein. Aber ehrlicherweise reizt mich das gar nicht ;-) Wünsche dir trotzdem viel Spaß beim „strong“ sein!
antworten #6 Running Twin Marek 12.02.2011, 22 Uhr
Running Twin Marek
So machen wir das auch Hannes. Eine gewisse Grundlagenausdauer sollte da sein und der Rest kommt von selbst!
antworten #7 Evchen 13.02.2011, 11 Uhr
Evchen
@Mark: Also darf man nur duckmäusern und mit falscher Bescheidenheit zu Tage treten, um sympathisch rüberzukommen?
Ich finde, Selbstvertrauen, Ehrlichkeit (auch sich selbst gegenüber) und ein realistisches Einschätzungsvermögen erstrebenswert und das ist es, was einen weiterbringt.
antworten #8 Chris 13.02.2011, 14 Uhr
Chris
Starke Einstellung. Du holst ja auch alle verlorenen Sekunden an den den Hindernissen wieder auf ebenem Gelände heraus - so wie ich dich kenne...
antworten #9 Pienznaeschen 13.02.2011, 21 Uhr
Pienznaeschen
Grundsätzlich will ich Dir da zustimmen, aber wenn ich Dir nicht kennen würde kam mir das schon ziemlich arrogant vor - aber so bist Du nicht, Du kleiner Realist ;)

Dann wünsche ich Dir einfach nur ne Menge Spaß und vor allem das Du heil da durch kommst!
antworten #10 Hannes 14.02.2011, 11 Uhr
Hannes
@Chris:
Ich sehe schon, du bist mental mehr als gemacht dafür!

@Mark:
Jedem seine Meinung. Ich habe oben aber recht deutlich geschrieben, dass ich auch bei anderen glaube, dass eine spezielle Vorbereitung nicht viel bringt. Und das ist unsympathisch?

@Brennr.de:
Dieses Wochenende hatte ich 23 Kilometer mit 500 Höhenmetern - reicht das? :-)

Zum eiskalten Wasser: Davor habe ich auch großen Respekt. Aber wo wäre die Herausforderung vor Ort, wenn ich das schon jetzt üben würde?

@Andreas:
Muss man nicht, keine Sorge. Gibt genügend grandiose Veranstaltungen, sodass man ohnehin nicht alle einmal laufen kann. (Wobei ich noch ja auch nicht weiß, ob diese wirklich grandios ist ...)

@Chris:
Dazu müsste ich aber auch mit dem Ziel "Schnelles Rennen" entsprechend weit vorne starten. Ob das geschehen wird, weiß ich noch nicht.

@Pienznaeschen:
Eigentlich wollte ich nicht mich als so toll sondern den Lauf als so harmlos darstellen? ;-)
antworten #11 Markus 21.02.2011, 19 Uhr
Markus
Mit einer hervorragenden Fitness und Kondition wie es bei dir der Fall ist, halte ich eine spezielle Vorbereitung auch nicht für notwendig. Nach deinem Debüt kannste ja immer noch entscheiden, ob bei zukünftigen Teilnahmen ein gesondertes Training erforderlich ist. Meiner Meinung nach lohnt sich der Aufwand aber nicht, wenn man nicht mehrerer solcher Läufe im Jahr bestreitet.

Viele Grüße
Markus
antworten #12 ironschroedi 22.04.2011, 14 Uhr
ironschroedi
Ich habe es mir auch lange überlegt, ob ich Lust habe den Strongmanrun 2011 zu absolvieren. Leider hat mir mein Arbeitgeber einen positiven Wink mit dem Zaunpfahl gegeben.....
antworten #13 Jörg 26.04.2011, 09 Uhr
Jörg
Warum man da nicht mit Laufen sollte (kann).
Einfach zu viele Leute um richtig Spaß zu haben?

Siegervideo 1
Siegerviedeo 2

Fazit: entweder Pacemaker oder ein Runde nur, damit man nicht überrunden muss!


ABER trotzdem Respekt, wer sich das angetan hat !
1. FC Kaiserslautern