Wegen der bestehenden Gewittergefahr wird das Freibad nach jedem Donner für 20 Minuten geschlossen. Fast eine Stunde hocken wir also davor und warteten, bis es schließlich erneut frühstens in zwanzig Minuten heißt. Leicht fröstelnd haben wir genug und machen uns auf den Rückweg, auch wenn sich direkt über uns die ersten Wolkenlücken gebildet hatten. So entscheide ich mich immerhin schnell, mehr als nur zurück zu fahren. Wenn ich schon nicht schwimmen darf, möchte ich wenigstens eine ordentliche Radtour machen. Mein einziges Problem: die Strecke. Wie soll ich aus Kiel heraus eine schöne Strecke finden? Bisher hatte ich immer die Radfahrkarte dabei gehabt, um eine schöne Strecke zu planen. Spontan fiel mir jetzt allerdings nichts ein.
Also fahre ich planlos durch Kiel und finde schließlich den Weg zum Naturschutzgebiet Tröndelsee, wo ich erst vor kurzem für einige Fotos unterwegs war. Von hier versuche ich, stets unter der Wolkenlücke oder den hellen Wolken zu bleiben. Die dunklen Wolken scheinen gerade über Heikendorf zu hängen, sodass ein Umweg nötig ist. Nur die Richtung ist mir nicht ganz klar, aber solange ich fahre ... irgendwann heißt es Preetz/Plön, eine gute Idee.
Von der leeren Straße, dem herrlichen Regenduft und dem vielen Grün um mich herum bin ich so ablenkt, dass ich gar nicht merke, wie sehr ich gen Süden steure und mir damit eine große Tour einhandel. Vorbei an der herrlichen Landschaft des Klosterforst und des Postsees (jetzt hilft die Karte ...) finde ich schließlich auch den Weg nach Preetz. Hier droht allerdings mein Forerunner vom Lenker zu lösen. Irgendwo unterwegs muss mir der Metallverschluss verloren gegangen sein. Ein wenig anders befestigt hält die Uhr aber wieder und zu Hause erfinde ich auch noch ein Ersatzarmband.

Ein kleiner Umweg auf der Rückfahrt
Nachdem ich bisher nur von unten und durch die Bäume nass geworden bin, hatte ich mich bereits darauf gefreut, im Trockenen noch das Fahrrad zu putzen. Wie viel Dreck sich in den letzten Tagen darauf angesammelt hat - unglaublich. Aber auch so lasse ich mich nicht lumpen, schnell einen Lappen zu holen und zumindest den groben Dreck vom Rad zu putzen, während der Regen weiter auf mich nieder prasselt. Erst dann gibt es nach insgesamt 52,37 km eine heiße Badewanne. Eine wunderbare Alternative zum Schwimmen.
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Auf dem Rad und doch im Wasser

Nasses Laufen












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Am 24.07.2009 um 20:56 Uhr