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Zurück aus Dänemark

„Der Bericht der Abifahrt nach Dänemark“
Wohlbehalten bin ich aus Dänemark zurück gekommen. Noch immer habe ich den Eindruck, dass die Zeit seit dem Abi verfliegt. Es sind nur noch drei Wochen bis zum Zivildienst auf Langeoog und es scheint mir, als würde ich nichts schaffen. Da kam die Abifahrt zum richtigen Zeitpunkt: Entspannen und abschalten, den Rest der Welt vergessen. Man kann es sich kaum vorstellen, wie gut es tut, eine Woche Abstand vom Alltag zu halten. Keine Zwänge, keine kaum Schreckensmeldungen aus der kaputten Welt, kein Stress, kein Internet. Es tat gut.

Das Wetter war allerdings nicht unbedingt so, wie wir es uns erhofft hatten. Am Sonntag gab es noch strahlenden Sonnenschein, der uns viele schöne Stunden unter blauem Himmel bescherte, bevor es dann ab Montag sehr wechselhaft wurde. Viele Wolken, starker Wind, Regen und Gewitter mit Blitzeinschlag - wir hatten alles. Wir ließen es uns aber nicht nehmen, weiterhin bei einigen Sonnenstrahlen an den Strand zu pilgern und in die hohen Wellen zu springen. Reihenweise leichte Erkältungen waren die Folge, die viele mit reichlich Alkohol zu bekämpfen versuchten. Bei mir genügte das Immunsystem.

Abifahrt Abifahrt Abifahrt Abifahrt

Das Ziel, gekonnt zu entspannen, wurde so oder so erreicht. Ob am Strand, in den Wellen, auf den Dünen, im Haus, auf der Veranda, beim Feiern bis spät in die Nacht, beim Lesen oder Musik hören - es tat gut. Dabei muss man allerdings versuchen, einige anderen Umständen nicht zu beachten. Leute, die ihren Alkoholpegel über sieben Tage lang hoch halten und bereits gegen Mittag wieder betrunken durch die Siedlung wandern, können zwar noch belustigend wirken, aber die Folgen des frühen Aufstehens sind nicht mehr schön. Wenn man als erster aufsteht, hat man die Probleme für sich: Küche, Esstisch und Wohnzimmer sind total verdreckt. Überall steht Bier, liegen Müll und Krümel. Wenn dann auch noch jemand auf der Couch schläft, fällt es schwer, die frühen Stunden mit etwas Ruhe zu genießen.

Komplette Ruhe ist ohnehin schwer zu finden, wenn man mit insgesamt fast 70 Leuten unterwegs ist. Umso mehr überrascht es mich, dass ich kein einziges Mal alleine gelaufen bin. Stattdessen setzte ich mich auf mein Bett, um zu lesen, legte mich mit Musik in die Sonne oder ging alleine etwas durch die Dünen. - Eigentlich waren wir ja ohnehin dort, um gemeinsam den Abschluss zu feiern. Die Ernährung war zwar alles andere als feierlich, aber was soll man erwarten, wenn man mit sieben anderen Abiturienten in einem Haus wohnt. Nudeln mit Frikadellen sind auf jeden Fall eine sehr gewagte Kombination und täglich Toastbrot ist ganz sicher nicht gut für den Körper. Da hilft es auch nichts, als einziger nach Müsli (und nicht Cornflakes) und Schwarzbrot zu schreien. Sobald das vorhanden ist, wird es auch von den anderen gegessen.

Abifahrt Abifahrt Abifahrt Abifahrt

Aber immerhin die Partys waren feierlich. Es hat mich fast überrascht, dass es keinerlei Beschwerden von Nachbarn gab (nur ein paar seltsame Blicke). Nachts um zwei Uhr war das Partyhaus immerhin noch aus einigen Hundert Metern Entfernung gut zu identifizieren. Ebenfalls überraschend war, wie wenig kaputt gegangen ist. Stühle, Schaukeln und ein Grenzstein ... man kann ja nicht wissen, dass man nicht zu dritt auf dem Stuhl sitzen sollte. Und dass man seinen Autoschlüssel beim Schwimmen verlieren kann, wie kann das nur passieren? ...

Was schert es mich? Ich habe entspannt.

16 Kommentare Kommentare





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Antworten 1
Xooyoo Xooyoo
Am 13.07.2009 um 17:20 Uhr
Nudeln mit Frikadellen sind doch fein... Und du hast es nicht geschafft einen Betrunkenen zu überreden, dass er am nächsten Morgen am Strand joggen geht? :)
Antworten 2
Simone Simone
Am 13.07.2009 um 17:28 Uhr
Hannes, schön, dass du wieder heil zurück bist und dass die Abifahrt alles in allem schön war. Jeder sucht Entspannung auf andere Art und Weise und auch die Geschmäcker sind im Hinblick auf die Ernährung total unterschiedlich. Wichtig ist aber doch nur, dass es schön war und ihr die Zeit genossen habt.
Antworten 3
ultraistgut ultraistgut
Am 13.07.2009 um 18:00 Uhr
Da isser ja wieder, deine Geschichte über Eure gemeinsame Woche wiederholt sich wohl oft im Leben, das, was du erlebt hast, haben wir wohl alle einmal durch, gehört einfach dazu zum Feiern, zum Abschied ins neue Leben.

Schön der Strand und wohl vieles mehr, jetzt heißt es bald Koffer-Packen zum nächsten Lebensabschnitt. Wir dürfen gespannt sein.

Macht Spaß, von solchen Erlebnissen zu lesen ! 8)
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Pienznaeschen Pienznaeschen
Am 13.07.2009 um 18:05 Uhr
Hannes ist zurück, Hannes ist zurück ... schön!!

Tolle Fotos, vor allem die obersten und ganz besonders das dritte mag ich sehr. *schwärm*

Also mit 70 Leuten und dann zum feieren und nebenbei abschalten ... das ist schon eine Sache für sich und sicherlch nicht immer ganz einfach (also für mich zumindest ;) ) Schön das Du trotzdem so begeistert und erholst klingst und hey, drei Wochen sind noch eine ganze Ecke ;)
Wie um Himmelswillen geht eigentlich ein Grenzstein kaputt?
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Hugo Hugo
Am 13.07.2009 um 18:52 Uhr
Gegen Alkohol hilft eines.... mit trinken, dann stören die besoffenen nicht so sehr :mrgreen:
Im ernst, ich kann dich verstehen. Wenn man Ruhe und Entspannung sucht dann können einem solche Sachen ganz schön auf den Geist gehen. Aber Abi-Fahrt ist ja nur einmal und da darf Mann/Frau schon auf den Putz hauen.

Geniesse die Zeit, bis Langeoog ist es nicht mehr weit. Ich habe mir die Insel via Internet mal ein bisschen angeschaut, das muss ja ein echt schöner Fleck auf Erden sein.
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Bernd Bernd
Am 13.07.2009 um 19:01 Uhr
Für mich wären Nudeln mit Frikadellen gewöhnungsbedürftig. Aber Hauptsache Du hast schöne Tage dort in Dänemark verbracht, willkommen zurück!
Antworten 7
Simon Simon
Am 13.07.2009 um 20:44 Uhr
Welcome Back in Germany. Hab schon deine Beiträge vermisst.
Antworten 8
Christian Christian
Am 13.07.2009 um 21:03 Uhr
He Hannes, da fühl ich mich doch gleich mehr als 20 Jahre zurück versetzt. Klasse, scheint ja ein riesen Spass gewesen zu sein. Ich bin ja mal gespannt, wie alles bei Dir weiter läuft. danke, dass Du uns teilhaben lässt

Salut
Antworten 9
Hannes Hannes
Am 13.07.2009 um 23:12 Uhr
@Xooyoo:
Dazu kommt noch ein Artikel ... ;)

@Simone:
Das stimmt absolut. Trotz der Mängel - es war schön!

@ultraistgut:
Und es besteht die Hoffnung, dass ich auf Langeoog die gesuchte Ruhe noch deutlich besser finden werde =)

@Pienznaeschen:
Die 70 Leute waren letzten Endes auch nie alle zusammen auf einem Fleck - zum Glück, gibt ja schließlich auch Leute, die man nicht sehen möchte.
Und so ein Grenzstein geht recht schnell kaputt, wenn man ihn mit dem Auto umfährt ... auch nüchtern.

@Hugo:
Ich konnte ja auch nichts anderes erwarten. Wenn ich Ruhe möchte, sollte ich auf eine einsame Insel ziehen ... :D

@Bernd:
War eine wirklich seltsame Kombination ... aber dann isst man es eben einzeln nacheinander.

@Simon:
Jetzt kommen sie ja wieder ...

@Christian:
Laufen tuts =)
Antworten 10
Brennr.de Brennr.de
Am 14.07.2009 um 00:38 Uhr
Willkommen zurück, Hannes! :-)
Wirklich schön zu lesen, dass die Abschlussfahrt gelungen war und Du Deinen Spaß und Entspannung hattest. Wenn ich die Bilder sehe, bekomme ich richtig Fernweh.
Schön, dass Du wieder zurück bist!

Gruß
Christian
Antworten 11
Evchen Evchen
Am 14.07.2009 um 10:20 Uhr
Ach, ernähren kannst Du Dich noch den Rest Deines Lebens gesund. *blödel* Muß auch mal so sein. Wobei ich zugeben muß, daß mir der doch recht einseitige Speiseplan wahrscheinlich irgendwann auf den Keks gegangen wäre.

Das Foto mit dem Schuhabdruck hat es mir angetan. *schwärm*

Schön, daß Du wieder da bist. :-)
Antworten 12
Laufmeister Laufmeister
Am 14.07.2009 um 14:24 Uhr
Hi Hannes,

schön das Du wieder da bist und wie Du es beschrieben hast, war die Fahrt ein Erlebnis, was man nicht so schnell vergessen wird.
Antworten 13
Pienznaeschen Pienznaeschen
Am 14.07.2009 um 20:13 Uhr
So Grenzsteine sind auch nicht mehr das was sie mal waren ;)
(Danke für die Erklärung)
Antworten 14
Ramin Ramin
Am 15.07.2009 um 08:03 Uhr
Hi Hannes,

die Situation kenne ich auch :-) Und wie Du ja selbst sagst: wenn Schwarzbrot und Müsli erstmal da sind, wollen andere plötzlich auch.

Der Zivildienst auf Langeroog wird wahrscheinlich auch noch mal entspannend auf ganz andere Art - durch die harte Arbeit wirst Du wahrscheinlich jede Nacht in einen friedlichen Traumurlaub fahren :-) Aber gegen Kopfstress hilft das bestimmt viel besser, als Abiturpauken.

Gruß,
Ramin
Antworten 15
Hannes Hannes
Am 15.07.2009 um 10:55 Uhr
@Brennr.de:
Fernweh verstehe ich durchaus. Vor allem wenn man im Binnenland wohnt, sind solche Bilder vom Meer immer etwas ganz anderes ...

@Evchen:
Solange ich mir das nicht auch die nächsten zehn Jahre noch sage ... eigentlich möchte ich als Student ungern nur von Toast leben =)

@Laufmeister:
Das stimmt. Einige "Alkohol-Erlebnisse" der anderen werden auch sicher noch häufiger Thema sein.

@Pienznaeschen:
Oder anders gesagt: Autofahrer können auch nicht mehr das, was sie mal konnten - nämlich ihr Auto fahren ...

@Ramin:
Das wird definitiv besser wirken. Und dort muss ich mir das Schwarzbrot auch nur mit einem weiteren Mitbewohner teilen - das halte ich aus.
Antworten 16
Evchen Evchen
Am 15.07.2009 um 20:14 Uhr
Dann würdest Du auch selbst irgendwann zum Toast: weich, schwammig, matschig, ungesund helle Gesichtsfarbe. :-P

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