Wenn die einzelnen Läufe ereignislos sind, gibt es nicht viel zu berichten. Das heißt aber keines Wegs, dass ich nicht unterwegs war. Ganz im Gegensatz habe ich auch in der vergangenen Woche 80 Wochenkilometer mit viel Spaß runtergeschrubbt. Dabei war ich so schnell, wie noch nie bei solch hohen Umfängen. Im Durchschnitt 4:57 pro Kilometer. Das schnelle Jahr 2009 ist in vollem Lauf.
Die interessantesten Läufe waren in dieser Woche der Conconi-Test am Dienstag und der Berglauf am Donnerstag. Am Montag hatte ich die Woche mit einem wunderbare lockeren Lauf über sechs Kilometer bei 66 % HFmax begonnen. Dennoch waren am Dienstag wie berichtet die Beine schwer. Die tägliche Gymnastik wirkt aber gut. Somit konnte ich nach lockeren Dauerläufen am Mittwoch und Samstag (flott aber ruhig) gestern wieder zum langen Lauf starten.
Das Wochenende war aber recht voll gepackt. Enttäuschenden Handball schauen, meinem Bruder beim Unihockey zuschauen, Kuchen essen, feiern und viele Sachen erledigen. Da war die Zeit für den langen Lauf gestern knapp. Darunter sollte die Distanz aber nicht leiden, man muss eben nur ein bisschen schneller laufen. Das war aber gar nicht so geplant. Geplant war nur, dass der Forerunner verdeckt bleibt. Nur kurze Blicke auf die Distanz waren mir erlaubt - ich wollte einfach mal nach Gefühl laufen und nicht immer denken "Ich muss schneller/langsamer/ruhiger laufen".
Das führte aber dazu, dass ich flott unterwegs war. Bei trübem Wetter schwitzte ich unter meinem Langarmshirt und der dünnen Jacke einiges zusammen. 23 Kilometer bei 4:48 pro Kilometer waren das Ergebnis, der Puls blieb mit 76 % HFmax aber im richtigen Bereich. Dazu lernte ich noch einige tolle Wegstücke in einem mir bisher unbekannten Wald nicht weit von hier kennen. Da wird häufiger gelaufen! - Auch wenn es hügelig ist.
Das Grauen kam dann aber heute Morgen im Sportunterricht: Fitnesstest mit Sprintübungen. Zehnmal eine 20m-Strecke zwischen zwei Kästen zurücklegen. Das ewige abstoppen und beschleunigen mag ich gar nicht. Wieso kann man nicht einfach geradeaus laufen? - Dabei fühlte ich mich nicht sehr gut, die Oberschenkel waren aufeinmal überraschend schwer, mein direkter Konkurrent nahm mir 0,5 Sekunden ab. Völlig erschöpft versuchte ich mich danach mit Frubiase Sport aufzupuschen. Es stellte sich aber heraus, dass die Zeit trotzdem top war. Zufrieden powerte ich mich danach noch beim intensiven Fußball und Handball aus. - Puh, die 1 1/2 Liter Frubiase Sport waren schnell weg.
Fazit: Viel getan
Mit viel Spaß immer unterwegs
26.01.2009, 11:19
Lauftagebuch
(Tempo, Langer Lauf, Statistik)
Leistungshoch?
Deutschland enttäuscht in Hauptrunde
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Leistungshoch?
Deutschland enttäuscht in Hauptrunde
9 Kommentare
Wenn ich mir deine Wohfühlzeiten anschaue, dann habe wir dieses Jahr ziemlich schnelle Läufe von Dir zu erwarten. ;-)
Dann gib mal Gummi!
Dann gib mal Gummi!
Dein GA2-Bereich lässt aber ein ordentliches Tempo zu, schluck.
Ich glaube mal gelesen zu haben, dass man nicht auf der Langstrecke und im Sprint gleichzeitig spitze sein kann, aber bin kein Sportwissenschaftler ;-)
Lass es Dir gut gehen
Salut
Ich glaube mal gelesen zu haben, dass man nicht auf der Langstrecke und im Sprint gleichzeitig spitze sein kann, aber bin kein Sportwissenschaftler ;-)
Lass es Dir gut gehen
Salut
Na siehste - hast du also doch einen Wald mit Hügeln in der Nähe, das solltest du auf jeden Fall ausnutzen! ;)
@Gerd:
Das hoffe ich auch, dass da schnelle Läufer herausspringen.
@Christian:
Ich bin auch noch immer ein wenig überrascht, wie sich mein Tempo nach dem Marathon gesteigert hat. Vor einem Jahr war ich etwa eine Minute pro Kilometer langsamer bei ähnlichem Puls.
Das mit Ausdauer/Sprint-Verhältnis stimmt. Das hängt davon ab, wie das Verhältnis von Fast-Twitch- und Slow-Twitch-Fasern in der Muskulatur ist. Sprints sind nicht unbedingt mein Ding, aber bisher fällt meine Leistung mit Zunahme der Distanz noch deutlich ab.
@matbs:
Naja, "Hügel" beschreibt dabei nur, dass es nicht eben wie auf der Laufbahn ist. Mehr als 20 Höhenmeter waren das nicht.
Das hoffe ich auch, dass da schnelle Läufer herausspringen.
@Christian:
Ich bin auch noch immer ein wenig überrascht, wie sich mein Tempo nach dem Marathon gesteigert hat. Vor einem Jahr war ich etwa eine Minute pro Kilometer langsamer bei ähnlichem Puls.
Das mit Ausdauer/Sprint-Verhältnis stimmt. Das hängt davon ab, wie das Verhältnis von Fast-Twitch- und Slow-Twitch-Fasern in der Muskulatur ist. Sprints sind nicht unbedingt mein Ding, aber bisher fällt meine Leistung mit Zunahme der Distanz noch deutlich ab.
@matbs:
Naja, "Hügel" beschreibt dabei nur, dass es nicht eben wie auf der Laufbahn ist. Mehr als 20 Höhenmeter waren das nicht.
"23 Kilometer bei 4:48 pro Kilometer" - da bleibt mir schlicht und einfach die Spucke weg! :-) Und ich tröste mich damit, dass ich ja schon soooo lange nicht mehr in deinem jugendlichen Alter bin und das deswegen nie mehr können muss/kann. :-) - Du wirst sicherlich ein super Laufjahr haben.
Und was die nicht vorhandenen Höhenmeter anbelangen kann ich hier am anderen Ende des Nord-Ostsee-Kanals ja gut mitfühlen :-)
Und was die nicht vorhandenen Höhenmeter anbelangen kann ich hier am anderen Ende des Nord-Ostsee-Kanals ja gut mitfühlen :-)
Boah...du bist ganz schön schnell. Von solchen Trainingszeiten träum ich noch.
Hei Hannes, das klingt ja toll. Du hast bestimmt eine glorreiches Laufjahr vor dir ;-)
Mich erstaunt erstmal, dass man sich die Zeit nehmen kann. 80 Kilometer in der Woche sind schone eine ganze Menge. Ich hätte nicht mal die Zeit, dass ich jeden Tag 15 Minuten laufe. Da muss ich schon den Hut vor Ihnen ziehen. Und wenn ich mir dann die Zeiten anschaue und dann überlege, dass ich schon aus der Puste bin, wenn ich zum Bus laufen muss, dann kann ich wirklich nur noch sagen. Respekt! Das nenn ich mal wirklich klasse.
@Eva:
Danke. Mein erster Wettkampf des Jahres wird der Kieler Hochbrückenlauf sein. Dann geht es auf die große Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal - wie ich aus den letzten Jahren weiß: der Nord-Ostsee-Kanal kann einem anstrengende Höhenmeter bescheren!
@Anett:
Aber langsamer zu laufen hat auch Vorteile. Es ist entspannter, man hat mehr Zeit sich die Landschaft anzuschauen, und man ist sowieso nicht schon wieder so schnell zu Hause ;D
@Hugo:
Das hoffe ich doch! Bis zum Sommer wird richtig gepowert!
@Rui:
Danke! Bezüglich des aus der Puste Seins hat jeder seine eigenen Maßstäbe. Und die Zeit kann ich derzeit als Schüler noch ganz gut aufbringen. Wobei ich immer sage, einen Stunde am Tag für seinen eigenen Körper, die muss jeder finden, wenn er nur will.
Danke. Mein erster Wettkampf des Jahres wird der Kieler Hochbrückenlauf sein. Dann geht es auf die große Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal - wie ich aus den letzten Jahren weiß: der Nord-Ostsee-Kanal kann einem anstrengende Höhenmeter bescheren!
@Anett:
Aber langsamer zu laufen hat auch Vorteile. Es ist entspannter, man hat mehr Zeit sich die Landschaft anzuschauen, und man ist sowieso nicht schon wieder so schnell zu Hause ;D
@Hugo:
Das hoffe ich doch! Bis zum Sommer wird richtig gepowert!
@Rui:
Danke! Bezüglich des aus der Puste Seins hat jeder seine eigenen Maßstäbe. Und die Zeit kann ich derzeit als Schüler noch ganz gut aufbringen. Wobei ich immer sage, einen Stunde am Tag für seinen eigenen Körper, die muss jeder finden, wenn er nur will.
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Am 26.01.2009 um 19:31 Uhr