Wie findet man bloß die Zeit zum Laufen? - Meiner Meinung nach einfach. Am Abend noch eine Stunde vor der Flimmerkiste hocken oder den Wecker stellen und die Laufsachen bereit legen - und schon zog ich am Dienstag Morgen zu einer genüsslichen Runde vor dem Frühstück in den Pfälzerwald.
Eine gemütliche Runde, langsam wach werden und Kraft für den Tag schöpfen. Langsam schieben sich die ersten Sonnenstrahlen an den Blättern vorbei, die Vögel zwitschern, kein Mensch ist in Sicht. Ein beeindrucktes Bild, was nur von schwerfälligem Geschnaufe gestört wird. Es sind keine nervigen Stöckchenzieher sondern die Laute meines eigenen Mundwerks.

Höhenprofil vom Lauf auf den Großen Humberg
Nichts mit ruhig und gemütlich. Großer Humberg, 430 Meter hoch, 3,5 Kilometer bei durchschnittlich 6 Prozent Steigung. Nachdem die Bestzeiten dank des Trainings im Pfälzerwald pulverisiert wurden, ist die Freude am Berglauf rapide angestiegen. So komme ich inzwischen kaum noch am Hausberg vorbei. "Regenerationswoche nach dem Bahnlauf", haha, witzig, Hannes.
Immerhin gerät das Hungergefühl in Vergessenheit, wenn die Beine brennen, und wenn man wieder zu Hause ist, sich auf dem Balkon erholt, in Ruhe frühstückt und hellwach in den Tag startet, weiß man, dass es sich gelohnt hat.
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